23.10.2021, 19.00 h
TARKOVSKY QUARTET

Anja Lechner, violoncello
Jean-Marc Larché, soprano saxophone
Francois Couturier, piano
Jean-Louis Matinier, accordeon

Kultur- und Tagungszentrum Murnau
Eintritt : EUR 34,- / 24,- erm.  (incl.VVG)


Schon gekaufte Karten für das Konzert des Projekts Lontano von Anja Lechner und Francois Couturier, geplant für das Festival grenzenlos 2020 und gemäß der damaligen Corona-Situation dann abgesagt, behalten für das Konzert des Tarkovsky Quartets am 23.10.2021 ihre Gültigkeit oder können an der Vorverkaufsstelle zurückgegeben werden.

Anja Lechner & Francois Couturier


Er bewegt sich mit einer solchen Natürlichkeit im Raum der Träume", so der Regisseur Ingmar Bergmann über seinen Kollegen Andrey Tarkovsky. Das nach dem großen russischen Filmemacher benannte deutsch-französische Quartet von Francois Couturier hat dem entsprechend eine eigene assoziative musikalische Traumsprache entwickelt, die die Stille und die Ruhe der Filme Tarkovsky weiterträgt. Eine Sprache, in der sich "klassische Strenge mit formaler und freier Improvisation vereint. Was dabei entsteht, ist von schlichter Schönheit, voll dunkler Schattierungen und zeugt von einer unstillbaren Sehnsucht nach den tieferen Quellen des Geistes" (Times).


Die Musiker gestalten, notierter Komposition folgend oder auch frei improvisierend, musikalische Klangräume von melancholischer, melodischer Kraft, die auf sehr „eigene Weise da anknüpfen, wo die Bilder einst aufgehört haben“. (klassikakzente.de). Es sind ja oft die ruhigsten Einstellungen, die sich aus den rätselvollen Filmen des russischen Regisseurs ins Gedächtnis einbrennen, die wie aus einem Traum gefallen scheinen. Es werden aber keine Filmszenen vertont, sondern das Quartet transferiert diese Atmosphäre, formt betörend einfache Melodielinien, die von Instrument zu Instrument gereicht, variiert, verstärkt oder reduziert, ineinander verwoben und wieder aufgelöst werden.
"Wenn der Film nicht Dokument ist, ist er Traum. Darum ist Tarkowski der Größte. Er bewegt sich im Raum der Träume mit schlafwandlerischer Sicherheit, er erklärt nicht.“, so nochmals Ingmar Bergmann. Besser lässt sich die Kunst des Tarkovsky Quartets auch nicht beschreiben.


Anja Lechner spielt ein Violoncello von Franciscus Celoniatus, Turin, aus dem Jahr 1728.


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