11.10. 2019, 19.00 h
... just friends

Eintritt : EUR 24,- / 18,- erm.  (incl.VVG)

Der erste Abend des 20-igsten Festivals grenzenlos gleicht einem Tryptichon und präsentiert eindrucksvoll die inhaltliche Bandbreite des jährlich immer wieder von neuem gestalteten Programms, umfasst er die Stile und Genres, von zeitgenössisch ethnisch beeinflußten Kompositionen, über das freien Spiel mit den Stilen bis hin zum Jazz, der sich seine Inspiration aus der allen Bereichen der Musik holt.

Peter Michael Hamel - prepared piano
Johnny Hamel - percussion

Peter Michael Hamel

Der Ligeti - Nachfolger Professor für Komposition Peter Michael Hamel, einst Gründungsmitglied der Münchner Gruppe „Between“ und jetzt Musikdirektor der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in München hat im engen Kontakt mit namhaften Musikern nicht-europäischer Kulturen eigenständige Ansätze zu einer integrativen Musik entwickelt, die ihre Wurzeln in der Interkulturalität hat und sich im politischen Sinne als Gegenentwurf zur Haltung des Kolonialismus versteht. Seine Prepared Piano Performance wird kongenial unterstützt von seinem mittleren Sohn Johnny, der ihn, Mitglied der Gruppe "Embryo", auf Handtrommeln und mit Percussion nicht nur begleitet, sondern ihn zeitweise durch komplexeste rhythmische Zustände führt.

Through the Keyhole - eine Bach-Suite für 132 Tasten

Marco Ambrosini - nyckelharpa
Eva-Maria Rusche - piano

Marco Ambrossini - Eva-Maria Rusche

Marco Ambrosini und Eva-Maria Rusche waren vor zwei Jahren bei uns zu Gast und interpretierten neben den Werken des Barock Stücke des Musikers, der im Mittelpunkt des damaligen Festivals stand, Placidus von Camerloher. In ihrem diesjährigen Beitrag widmen sie sich der Musik J.S. Bachs unter dem Titel „Bachs Werk durch das Schlüsselloch“. Ambrosini und Rusche machen sich in der Musik des großen Meisters auf die Suche nach den Spannungsbögen, harmonischen Feldern, verborgenen melodischen Linien, die gerade durch ihre Uneindeutigkeiten die für Bach so typische Faszination auslösen und in denen sich das Weltgeschehen mit all seiner Komplexität so gut widerzuspiegeln vermag. Mit einer Spielweise, die zwischen Barock und Jazz keine festen Grenzen kennt, bringen sie mit ihren Instrumenten und der ungewöhnlichen Besetzung nicht nur unerhörte Klangräume, sondern auch die geistige Hinterlassenschaft von J.S. Bach auf ganz bewegende und beflügelnde Art zum Klingen.

Exoticatrio

Chico Freeman - saxophon
Heiri Känzig - bass
Reto Weber - percussion & hang

Reto Weber

Der zweifach Grammy- nominierte Saxophonist und Komponist Chico Freeman zählt zu den legendären amerikanischen Saxophonisten der Nach-Coltrane-Ära. Er hat mit den größten Musikern aus unterschiedlichen musikalischen Genres zusammengearbeitet und einige der aufregendsten Gruppen in der Jazzgeschichte geleitet. Der Multiinstrumentalist, Komponist und Produzent ist stets auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten, um das Erbe und die Tradition des Jazz im neuen Gewand fortzuführen. Mit Reto Weber kommt ein Perkussionist wieder zu uns, der schon vor Jahren im Trio mit Albert Mangelsdorff und Eberhard Weber das Murnauer Publikum begeisterte. Der Schweizer Bassist Heiri Känzig gehört seit Jahrzehnten zu den aktivsten Bassisten Europas. Seine langjährige Mitarbeit beim Vienna Orchestra, oder mit dem Trio von Harry Sokal und Jojo Mayer sind Zeuge seiner Vielseitigkeit. Diese drei Meister ihres Faches verfolgen ihre grenzenklose musikalische Vision mit Sensibilität und Humor. Diese Gruppe startet mit ihrer einzigartigen Kombination der Instrumente und ihrer individuellen Virtuosität eine Reise in die Zukunft der kreativen modernen Musik.



nach oben ...